Promotaschen: Werbung als Styling-Accessoire?
Die Zeiten an denen wir für lau „hippe“ Taschen an jeder Ecke in der Fußgängerzone ergattern konnten, sind jetzt vorbei! Nicht das es sie nicht mehr gibt, die in monatelanger Marketing-Planung ausgetüftelten Promotaschen. An jedem Messestand, auf Festivals oder hinter der Ladentheke werde sie noch massenhaft im Volk verteilt, aber: Wir sagen ab jetzt „NEIN“ zu Promotaschen!
Liebe Handyprovider, Webseiten-Administratoren und Elektronik-Anbieter, wir finden es ja süß von auch, dass ihr die Formen und Designs eurer Werbeartikel immer den neuen Trends anpasst, aber wir haben es satt als laufende Litfasssäulen durch die Gegend zu rennen!
Unsere Gründe:
- Individualität statt Masse! In Zeiten von H&M, Zara und anderen einschlägigen Bekleidungsunternehmen ist es für unser bescheidenes Shopping-Budget sowieso schon schwierig genug, Klamotten zu tragen, die nicht schon jeder Zweite in seinem Kleiderschrank postiert hat. Was uns unterscheidet, sind die Accessoires, die wir damit kombinieren. Da geben wir gerne etwas mehr Geld für eine Tasche aus, mit der wir unser Outfit von der grauen Masse abheben. Außerdem ist eine Tasche immer für uns da, unabhängig von Gewichts- oder Temperaturschwankungen!
- Habt ihr schon mal daran gedacht, dass wir eure Logos und Sprüche, wenn wir sie jeden Tag mit uns herumtragen, irgendwann nicht mehr sehen können?! „O2 can do!“ – Ja, aber eben nicht sieben Tage die Woche. Am Ende landen eure Modelle bei uns ganz weit hinten im Schrank und kommen erst dann wieder ans Tageslicht, wenn wir merken, dass der Platz knapp wird und wir uns endlich dazu überwinden können, unsere Sammlung zum Altkleidercontainer zu bringen. Zeitaufwand, den wir nie gehabt hätten, wenn ihr nicht unser „Das ist kostenlos, das muss ich haben“-Denken in Versuchung geführt hättet.
- Wir sind keine kostenlosen Werbetafeln! Natürlich könntet ihr jetzt argumentieren, dass wir ja immerhin etwas von euch geschenkt bekommen. Aber zum einen haben wir in den oben genannten Punkten bereits bewiesen, dass euer Merchandising-Produkt eher Fluch als Segen ist. Und zum anderen können wir für das ästhetische Desaster, das ihr damit in deutschen Innenstädten anrichtet, fast zusätzlich Schadensersatz fordern!
Also liebe Marketing- und PR-Profis,
investiert die Werbemillionen doch in die Produktion von wirklich nützlichen Merchandising-Produkten oder, noch besser, spart das Geld und senkt dafür die Preise der Konsumgüter oder Dienstleistungen, die ihr bewerben wolltet.
